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Tourenwagen-Weltmeisterschaft 2016

FIA-Tourenwagen-Weltmeisterschaft 2016 – Katar: CITROËN-Abschied bei Nachtrennen in der Wüste

Nach einer zweimonatigen Rennpause bestreitet die FIA-Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC am 24./25. November in Katar mit zwei Nachtrennen ihr Saisonfinale. Auch wenn mit CITROËN und José María López die Weltmeister* bereits feststehen, wird auch das bevorstehende Wochenende sehr emotional, bestreitet das Team CITROËN Total doch seine letzten Rennen in der Serie. Zudem beendet Yvan Muller, der um den zweiten Platz in der Fahrerwertung kämpft, nach Katar seine erfolgreiche Karriere. Der viermalige Weltmeister hat auch die meisten WTCC-Siege eingefahren – ein Rekord, der in den kommenden Jahren wohl nicht gebrochen werden wird.

Das Engagement von CITROËN auf der Rundstrecke begann 2014, am 25. November wird es nach 69 Rennen mit dem CITROËN C-Elysée WTCC beendet sein. In den drei Jahren hat das technisch am weitesten entwickelte Fahrzeug der WTCC-Geschichte die Konkurrenz dominiert und 81 Prozent der möglichen Pole-Positions (30 von 37) und 73 Prozent der Siege (49 von 67) eingefahren.

Nach fünf Weltcup-Siegen im Marathonrallye-Sport und acht Rallye-Weltmeisterschaften hat CITROËN in der WTCC drei weitere Titel eingefahren und die Pokalsammlung auf 18 Trophäen vergrößert.

Auch wenn das Team CITROËN Total bereits beide Titel sicher hat, will es sich aus der WTCC mit einem Sieg verabschieden. Beim zweiten Besuch der Rennserie in Katar erwartet die Piloten auf dem 5,38 Kilometer langen Losail International Circuit wieder die Besonderheit zweier Nachtrennen unter Flutlicht. Der Kurs, der ursprünglich für Motorrad-Rennen gebaut wurde, bietet auch den Tourenwagen zahlreiche Überholmöglichkeiten.

Im vergangenen Jahr lag die Strecke den CITROËN C-Elysée WTCC: López siegte im ersten Rennen von der Pole-Position, Muller im zweiten Durchgang.

„Pechito“ López möchte bei seinem Abschied von der Rennserie, dank der er im internationalen Motorsport den Durchbruch geschafft hat, möglichst noch einmal ganz oben auf dem Podest stehen. Das wäre auch für das Team, und die Fans des ersten argentinischen Weltmeisters seit Juan Manuel Fangio eine schöne Belohnung. Aber auch bei Teamkollege Yvan Muller wird es sehr emotional. Mit seinem Rücktritt endet eine Ära in der WTCC. Auch bei Muller ist die Statistik eindrucksvoll. Der Franzose führt zahlreiche Bestenlisten an: Er hat die meisten Pole-Positions (29), die meisten Siege (48), die meisten Führungsrunden (571), die meisten schnellsten Rennrunden (38), die meisten WM-Punkte (2.901) und die meisten WM-Titel (4).

Für Muller lautet das Ziel in Katar, seinen zweiten WM-Platz zu verteidigen und so den Doppeltriumph von CITROËN sicherzustellen. In der Fahrerwertung hat der Elsässer 31 Punkte Vorsprung auf Tiago Monteiro und damit gute Chancen, dieses Ziel zu erreichen.
Die CITROËN starten erneut mit dem maximalen Zusatzgewicht von 80 Kilogramm. In den drei Saisons kommen die Tourenwagen der französischen Marke insgesamt auf einen Ballast von 2.340 Kilogramm. Das ist fast doppelt soviel wie beim am zweitschwersten beladenen Team und unterstreicht, wie stark die Mannschaft und ihre Piloten waren.

Das finale WTCC-Event findet diesmal bereits am Donnerstag und Freitag statt. Nach den Trainingssitzungen am ersten Tag folgt am Freitag direkt das Zeittraining. Im Markenzeitfahren MAC3 werden diesmal die Fahrer des privaten SLR-Teams antreten – als Dank für ihre Unterstützung im Kampf um die Markenweltmeisterschaft. Mehdi Bennani, Tom Chilton und Grégoire Demoustier werden diesmal aus der Box von José María López und Yvan Muller angefeuert. Die Rennen werden am Abend um 21:20 Uhr und 22:35 Uhr Ortszeit ausgetragen.

„Es wird ein besonderes Wochenende“, sagt José María López. „Als ich mich im CITROËN Racing Simulator auf das Wochenende vorbereitet habe, ist mir plötzlich eingefallen, dass ich einige Dinge zum letzten Mal mache. Und dies wird auch in Katar so sein, wenn ich den Trackwalk mache, an Briefings teilnehme, den Rennanzug anziehe, den Boxenfunk kontrolliere, in die Startaufstellung fahre und – hoffentlich – auf dem Podest stehen werde. Jeder einzelne Moment wird sehr emotional und ich möchte ihn zusammen mit dem Team genießen. Niemand kann uns nehmen, was wir in den vergangenen drei Jahren erreicht haben. Mein Traum ist es, das Projekt auch erfolgreich abzuschließen. Ich möchte mich bei CITROËN bedanken. Sie haben mir die Chance gegeben, nach Europa zurückzukehren und meine Karriere neu zu starten. Alles, was in Zukunft passieren wird, habe ich meinen Jahren in der WTCC zu verdanken. Ich freue mich, die Saison in Katar zu beenden, denn ich fühle mich seit meiner ersten Runde im Freien Training 2015 dort sehr wohl. Dass wir dort im vergangenen Jahr siegreich waren, ist keine Erfolgsgarantie. Unsere Konkurrenten haben seitdem große Schritte gemacht. Es macht Spaß, nachts zu fahren, auch wenn es sich wegen des Flutlichts nicht so anfühlt, dass wir im Dunkeln fahren.“

Auch für Teamkollege Yvan Muller ist das Wochenende etwas Besonderes: „Jeder sagt mir, dass das Wochenende sehr speziell werden wird und ich realisiere langsam, dass es sehr emotional wird. Dass viele Freunde kommen werden, gibt uns viel positive Energie. Wie im vergangenen Jahr kämpfe ich um den zweiten Rang in der Fahrerwertung. Ich habe eine gute Ausgangsposition, aber in dieser Saison ist schon so viel passiert, dass wir nichts als selbstverständlich nehmen. Der Doppelerfolg in der Meisterschaft wäre eine tolle Belohnung für das ganze Team. Es ist nicht nur das Ende meiner Karriere, sondern auch das Ende eines großartigen Abenteuers von CITROËN. Ich war von Anfang an dabei und bin sehr stolz drauf, was wir erreicht haben. Ich habe zwar selbst keine Titel gewonnen, aber zusammen haben wir großen Erfolg gehabt. Ich bin gerührt von der Dankbarkeit, die ich durch CITROËN erfahren habe. Am Samstagmorgen beginnt für mich ein neues Leben. Ich war in der glücklichen Position, selbst zu entscheiden, wann ich aufhöre. Ich werde meinen ersten freien Winter seit Jahrzehnten genießen.“

* Alle Ergebnisse vorbehaltlich der Bestätigung durch die FIA

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