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CITROËN Racing Neues Kapitel

EIN NEUES KAPITEL IN DER GESCHICHTE VON CITROËN RACING

Seit der Gründung im Jahr 1919 hat CITROËN immer mit der Fähigkeit beeindruckt, komplexe sportliche Herausforderungen anzugehen und zu lösen. In den 1950er-Jahren erzielten die Modelle der Marke erste große Siege im Rallyesport. Doch erst in den 80er-Jahren begann der moderne Rallyesport. Obwohl sie nie die Erfolge erreichten, die sie verdienten, verankerten die Visa 1000 Pistes und der BX 4TC – beide unter dem Gruppe-B-Reglement – den Rallyesport in der DNA von CITROËN.

Könige der Wüste
Im Jahr 1989 wurde die ehemalige Rennsport-Abteilung in CITROËN Sport umbenannt und nahm eine große Herausforderung an: Ein Sieg bei der Rallye Paris–Dakar. Die Marke hatte auf Anhieb Erfolg. Ari Vatanen gewann 1991. Drei weitere Siege von Pierre Lartigue folgten in den Jahren 1994, 1995 und 1996. Die Könige der Wüste, die ZX Grand Raids, siegten bei 36 von 42 Rallyes und gewannen fünf Mal den FIA Cross Country Rally World Cup.

Der Weg in die WRC
Das WRC–Programm nahm Gestalt an: Im Xsara Kit-Car bezwang Philippe Bugalski 1999 eine Reihe von World Rally Cars und siegte bei der Rallye Catalunya und der Tour de Corse. Die „Roten“ entschieden, einen Gang hochzuschalten: Das neue Xsara WRC, gefahren von Jesus Puras, siegte 2001 bei der Tour de Corse. Nachdem CITROËN die Saison 2002 nutzte, um den Einstieg vorzubereiten, begann die Marke ihr erstes komplettes WRC-Programm im Jahr 2003.

Das Team schaffte einen unglaublichen Start – mit einem Dreifach-Sieg von Sébastien Loeb, Colin McRae und Carlos Sainz bei der Rallye Monte Carlo. CITROËN gewann zum Saisonende erstmals die Marken-Weltmeisterschaft und verteidigte den Titel in den folgenden zwei Jahren. 2004 starteten Sébastien Loeb und Daniel Elena ihre unglaubliche Erfolgsserie mit neun WM-Titeln in Folge.

Ende der Saison 2005 entschied CITROËN, sein sportliches Engagement für ein Jahr auszusetzen, um den C4 WRC zu entwickeln. Das neue Auto gewann weitere vier Titel zwischen 2008 und 2010. 2011 kam die Einführung einer neuen Generation von World Rally Cars. Der DS 3 wurde ausgewählt, um den Siegeszug fortzusetzen – und er tat es stilvoll: Es folgten zwei weitere Herstellertitel in den Jahren 2011 und 2012.

Auf zu einer weiteren Weltreise
Während das Engagement in der WRC mit reduzierten Ambitionen fortgesetzt wurde, nahm CITROËN Racing eine neue Herausforderung an und stieg in die FIA World Touring Car Championship (WTCC) ein. Wieder einmal war die Marke unglaublich erfolgreich. Innerhalb von drei Jahren siegten die CITROËN C-Elysée WTCC bei 50 von 69 Starts. CITROËN und José María López sicherten sich drei WM-Titel in Folge.
Nach diesem kurzen Intermezzo auf der Rennstrecke entschied CITROËN, mit dem neuen C3, dem Symbol für die kommerzielle Offensive der Marke, in die Rallye-Weltmeisterschaft zurückzukehren. Ein neues Kapitel in der faszinierenden Geschichte beginnt.

CITROËN RACING IN ZAHLEN

Cross Country Rallying (1990–1997)

  • 36 Siege in 42 Rallyes, davon 4 Siege bei der Rallye Dakar
  • 25 Siege von Pierre Lartigue, 10 von Ari Vatanen und 1 von Timo Salonen
  • 5 Marken-WM-Titel im FIA Cross Country Rally World Cup (1993 bis 1997)
  • 5 Fahrertitel: Pierre Lartigue von 1993 bis 1996, Ari Vatanen 1997


WRC (1999–2016)

  • 96 Siege, davon 11 in Deutschland, 10 in Argentien, 9 in Spanien und 7 in Monte Carlo
  • 238 Podiumsplatzierungen
  • 1.484 WP-Bestzeiten
  • 78 Siege von Sébastien Loeb, 7 von Sébastien Ogier, 3 von Kris Meeke, je 2 von Carlos Sainz und Philippe Bugalski, je 1 von Dani Sordo, Mikko Hirvonen, François Duval und Jesus Puras
  • 36 Siege des C4 WRC, 32 des Xsara WRC, 26 des DS 3 WRC und 2 des Xsara Kit-Car
  • Rekorde: Rallye-Siege für einen Hersteller (96) und Podiumsplätze in Folge (38 von der Rallye Mexiko 2008 bis zur Wales Rally GB 2010)
  • 8 Marken-WM-Titel in der FIA World Rally Championship (2003 bis 2005 und 2008 bis 2012)
  • 9 Titel in der Fahrer- und Beifahrer-WM von Sébastien Loeb und Daniel Elena (2004 bis 2012)


WTCC (2014–2016)

  • 31 Pole-Positions in 35 Qualifyings
  • 50 Siege, 45 schnellste Rennrunden und 119 Podiumsplatzierungen in 69 Rennen
  • 28 Siege von José María López, 11 von Yvan Muller, 6 von Sébastien Loeb, 2 von Ma Qing Hua, je 1 von Mehdi Bennani und Tom Chilton
  • 3 Marken-WM-Titel in der FIA World Touring Car Championship (2014 bis 2016)
  • 3 Fahrer-WM-Titel in der FIA World Touring Car Championship von José María López (2014 bis 2016)


YVES MATTON: „RALLYESIEGE IN DER SAISON 2017 UND 2018 UM DIE WM-TITEL KÄMPFEN“
Wie kam es zur Rückkehr von CITROËN in die WRC?
„Die Entscheidung hing von verschiedenen Faktoren ab. Wir kamen an das Ende eines Drei-Jahres-Zyklus in der WTCC, als die Marke sich vorbereitete, ein strategisch wichtiges neues Produkt vorzustellen, den neuen C3. Gleichzeitig war die FIA dabei, ein neues Reglement für die WRC zu erarbeiten. Weil der C3 perfekt die Vorgaben erfüllt, passte alles. Dieses Zusammentreffen verschiedener Umstände hilft CITROËN, das meiste aus seinem Motorsport-Engagement herauszuholen.“

Welche Herausforderungen ergeben sich durch das neue Reglement?
„Auf den ersten Blick könnte man denken, dass es nur ein größeres Upgrade zu dem bestehenden Reglement ist. Aber es ist mehr als das: Der Anstieg in der Motorleistung, der steigende Einfluss der Aerodynamik und die Rückkehr der zentral kontrollierten Differenziale sind die drei größten Änderungen. Wir haben unsere einzigartige Expertise aus der Rallye-Weltmeisterschaft und dem Rundstreckensport auf diese drei Punkte angewendet. Das half uns, schneller voranzukommen und im Denken weiterzukommen.“

Wie beurteilen Sie die Arbeit seit Beginn des Projekts?
„Es ist wirklich erstaunlich. Der Zeitplan für die Entwicklung war kompakter als bei unseren vorherigen Programmen. Selbst mit unserer umfangreichen Erfahrung konnten wir es uns nicht leisten, Zeit beim Design oder der Entwicklung des Autos zu verlieren. Das Know-how des Teams ermöglichte, dass wir viele Kilometer ohne ernsthafte Probleme absolvieren konnten. Ohne dieses Fachwissen hätten wir den Zeitplan niemals einhalten können.“.

Sehen Sie irgendwelche Merkmale der Gruppe B im CITROËN C3 WRC?
„Der C3 WRC erinnert natürlich an die Autos, die eine ganze Generation von Rallyefans begeisterten, darunter mich. 30 Jahre später hat sich glücklicherweise alles geändert, vor allem im Bereich der Sicherheit. Aber wir werden in der kommenden Saison sehen, wie Fahrer ein aggressives, brüllendes ‚Tier‘ bändigen müssen. Als ich zum ersten Mal beim Test sah, wie Kris Meeke das Auto fuhr, dachte ich, dass wir unser Ziel erreicht haben. Denn die neue Generation von World Rally Cars ist sehr spektakulär.“

Können diese Autos der WRC neue Impulse geben?
„Die bisherigen World Rally Cars standen oft in der Kritik, weil ihnen in bestimmten Punkten Aggressivität fehlte. Ich glaube, Rallyesport blieb durch die Landschaften und Kulisse der Veranstaltungen spektakulär, doch den Autos fehlte eine wilde und verrückte Seite. Ich glaube, dass wir die jetzt wieder erleben können. Ich hoffe, dass diese Veränderungen mehr Interesse bei den jüngeren Fans hervorrufen können und einen positiven Effekt auf die Meisterschaft haben.“

Welche Rolle spielte Kris Meeke in der Entwicklung des CITROËN C3 WRC?
„Eine sehr wichtige! Wir brauchten einen Anführer, der viel technische Erfahrung und Kenntnisse von der Entwicklung hat. Kris hat seit mehr als zehn Jahren Rennautos für die PSA Groupe entwickelt. Er ist ein gelernter Ingenieur, und das bedeutet, dass er die Fähigkeit hat, uns detaillierte Analysen wichtiger Punkte zu liefern. Er ist zweifellos einer der Hauptgründe, weshalb wir den Zeitplan einhalten und unsere Ziele erreichen konnten.“

Wieso haben Sie Craig Breen und Stéphane Lefebvre verpflichtet?
„Um unser erstes Ziel zu erreichen, nämlich in der Saison 2017 unter normalen Rennbedingungen Rallyes zu gewinnen, hatten wir bereits Kris Meeke verpflichtet. Er hat 2016 gezeigt, dass er auf jedem Untergrund um den Sieg kämpfen kann. Für die anderen Teams gab es zwei Wege, die wir verfolgen konnten. Wir konnten entweder einen erfahrenen Piloten verpflichten, der mit Kris Meeke um die Rolle als Anführer kämpft. Oder wir konnten die Linie der Marke verfolgen und das Vertrauen jungen Fahrern schenken. Das hat CITROËN bereits mehr als 20 Jahre lang getan. Craigs und Stéphanes Ergebnisse zeigen, dass wir zwei sehr talentierte, viel versprechende Fahrer haben. Deshalb entschieden wir, ihnen eine Chance zu geben. Mittelfristig sind sie die Zukunft der WRC.“

Was sind Ihre Ziele für die nächsten Jahre?
„2017 wollen wir unter normalen Bedingungen Rallyes gewinnen, indem wir unsere Wettbewerber schlagen. 2018 ist unser Ziel, mindestens einen WM-Titel nach Hause zu bringen.“

Bedeutet die Geschichte von CITROËN in der WRC zusätzlichen Druck?
„Wenn ich bestimmte Kommentare lese, stelle ich fest, dass viele Leute erwarten, dass der C3 WRC auf Anhieb schnell ist. Deshalb lastet natürlich Druck auf unseren Schultern. Das Team ist vielleicht nicht so gut etabliert in dieser Umgebung wie zuvor und wir werden einige Zeit brauchen, um uns wieder zurecht zu finden. Doch wir wollen diese Herausforderung mit dem nötigen Respekt angehen.“

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